SPD Landratskandidat Bernhard Reuter

Reuter Privat

Unsere Region bietet wunderbare Freizeitmöglichkeiten. Wenn ich den Kopf freimachen will, wandere ich gern oder fahre Fahrrad, lieber Mountainbike als Straßenrad. Das darf auch mal anstrengend und herausfordernd sein. Im Urlaub verzichte ich lieber auf das Auto als auf das Fahrrad. Im Winter lockt der Harz mit seinen wunderbaren Langlauf-Loipen. Ein Instrument spielen, das gehört zu unserer Familientradition. Mit 9 Jahren habe ich mich für das Cello entschieden. Leider ist das Musizieren in den vergangenen Jahren selten geworden. Es fehlt doch die Zeit zum regelmäßigen Üben.

 

2011 wurde ich in Göttingen nach einem spannenden Wahlkampf zum neuen Landrat gewählt. Zuvor war ich von 1999 bis 2011 Landrat des Landkreises Osterode. 2006 wurde ich im ersten Wahlgang mit 62,1 % wiedergewählt. Bis 1999 war ich viele Jahre als Schulleiter in Göttingen tätig.

Gemeinsam mit dem Kreistag, meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern leite ich die Kreisverwaltung. Sie ist als serviceorientierter Dienstleister räumlich, organisatorisch und personell gut aufgestellt. Sie arbeitet bürgerfreundlich, schnell, unkompliziert und möglichst unbürokratisch. Wichtig ist mir, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Zielen einer modernen Verwaltung identifizieren. Damit das gelingen kann, ist der ständige Dialog zwischen mir, den weiteren Führungskräften und dem Personal wichtig.

Als Landrat bin ich nicht nur erster Repräsentant des Landkreises und nehme an vielen offiziellen Veranstaltungen und Sitzungen teil. Ich habe auch eine Verwaltung mit etwa 1.000 Mitarbeitern zu führen und für einen reibungslosen Betrieb zu sorgen. Arbeitstage mit 12 oder mehr Stunden sind keine Seltenheit. Trotzdem nehme ich an zahlreichen Veranstaltungen teil, denn die Begegnungen mit den Bürgerinnen und Bürgern und die Gespräche sind für mich sehr wertvoll. So behalte ich Bodenhaftung.

Ein Landrat ist nicht nur Repräsentant und Verwaltungschef. Er hat auch die Aufgabe politisch zu gestalten. Erfolg habe ich dabei nur, wenn ich Menschen motiviere mitzumachen. Bürgerinnen und Bürger für Initiativen zu gewinnen und ermutigen ist eine wichtige Aufgabe des Landrates.

 

Politisches Engagement hat in meiner Familie Tradition. Viele meiner Vorfahren haben sich als Ratsmitglieder ehrenamtlich für ihre Bürgerschaft engagiert, manche als Liberale, manche als Sozialdemokraten. Vorbild in unserer Familie war und ist mein Großonkel Ernst Reuter (SPD), der als Regierender Bürgermeister von (West-) Berlin von 1948 bis 1953 die Teilung der Stadt erlebte und den Widerstand der Berliner gegen die sowjetische Blockade anführte. Vorbild deshalb, weil er in seinem Leben mit großem persönlichen Mut sowohl gegen den Nationalsozialismus als auch gegen den Stalinismus gekämpft hat.

Mein eigenes Engagement als Schüler und Student begann aber nicht in der Parteipolitik, sondern in konkreter Projektarbeit mit Kindern, die in einer Obdachlosensiedlung in Kassel lebten.
Als junger Familienvater stellte ich fest, wie unzureichend die Situation für Familien vor Ort damals war: fehlende Kindergartenplätze, schlecht ausgestattete Schulen, unsichere Schulwege, kaum Radwege. Das wollte ich ändern. Schnell stellte ich fest, dass die Arbeit in Elterninitativen nicht reicht, um die Ziele durchzusetzen. Ohne politische Unterstützung geht es nicht. Deshalb trat ich 1986 in die SPD ein, wurde nach 2 Jahren Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Herzberg, 1991 Ratsmitglied und 1996 Kreistagsabgeordneter.

1999 machte ich dann mit meiner Wahl zum Landrat die Politik zum Beruf. Das war eine große Herausforderung, weil der Landrat ja nicht nur der Repräsentant des Landkreises ist, sondern vor allem eine große Verwaltung mit vielen Ämtern und Abteilungen leiten muss. Neben meiner kommunalpolitischen Erfahrung erwies sich meine juristische Ausbildung und meine als Schulleiter erworbene Führungserfahrung als sehr hilfreich.

25 Jahre Kommunalpolitik haben mir gezeigt, wie reizvoll es ist, „unten“, „an der Basis“, im direkten Kontakt mit den Menschen Politik zu gestalten. Man sieht die Auswirkungen des eigenen Handelns, die positiven, wie die negativen, ganz unmittelbar und bekommt immer eine ungeschminkte Rückmeldung der Bürgerinnen und Bürger. Damit ist die Gefahr des „Abhebens“, die es in der Politik immer gibt, nicht so groß.

Bernhard Reuter
Landrat

Vita in Kurzform

  • geboren am 8.1.1955 in Kassel
  • Abitur 1973 in Kassel
  • Studium: Rechtswissenschaften, Sozialwissenschaften und Lehramt in Göttingen

    1. Lehramtsprüfung 1976 
    2. Lehramtsprüfung 1978
    1. juristisches Staatsprüfung (mit Prädikat) 1986

  • Wohnort Herzberg am Harz 1981 bis 2013, Bovenden-Eddigehausen seit 2013
  • Berufliche Tätigkeit:

    - 1979-1989 Lehrer
    - 1989-1994 stv. Schulleiter Grundschule Leinebergschule Göttingen
    - 1994-1999 Schulleiter der Orientierungsstufe Leinebergschule 
    - seit 1.6.1999 Landrat des Landkreises Osterode am Harz
      2006 mit 62,1% im 1. Wahlgang wiedergewählt
    - am 11. September 2011 zum Landrat des Landkreises Göttingen gewählt

  • Regionalverband Südniedersachsen: Vorstandsvorsitzender
  • Niedersächsischer Landkreistag: Vizepräsident
  • Deutscher Landkreistag: Vizepräsident
  • Mitglied der SPD seit 1986

In der Praxis habe ich gelernt, dass viele Entscheidungen, die die Landkreise betreffen, in Hannover oder in Berlin fallen. Deshalb engagiere ich mich ehrenamtlich für die Kommunen in den kommunalen Spitzenverbänden. Als Vizepräsident des Niedersächsischen Landkreistages und des Deutschen Landkreistages kämpfe ich dafür, dass die Belange der Kommunen bei den Gesetzgebern in Bundes- und Landtag nicht unter den Tisch fallen. Denn starke Kommunen sind die Voraussetzung einer funktionierenden Demokratie.

Über den eigenen Tellerrand zu schauen finde ich sehr wichtig. Denn die Welt endet nicht an den eigenen Landkreisgrenzen. Regionale Zusammenarbeit in Südniedersachsen ist unerlässlich, damit unsere Region nicht abgehängt wird. Seit 2002 bin ich Vorstandsvorsitzender des Regionalverbandes Südniedersachsen, seit 2015 Vorsitzender des Stiftungsrates der SüdniedersachsenStiftung und arbeite für mehr Miteinander in der Region.